Nachgedacht - August/September 2019

Sommer – die wohl schönste Jahreszeit

Während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, steht die warme Jahreszeit noch bevor, und ich weiß nicht, wie das Wetter sein wird, wenn Sie die Gemeindenachrichten in Ihren Händen halten. Ich erinnere mich noch gern an den Sommer letzten Jahres, Sonne satt und nur warme Tage. Viele von uns freute es, dass sie die wohl schönste Zeit des Jahres genießen und so viel Sonne tanken konnten.

Nachgedacht - Juni/Juli 2019

Unsere Namen. Haben wir es immer gern, wenn wir bei diesen genannt werden? 

Die Angestellte in der Werkstatt, nachdem sie im Computer den Namen zur entsprechenden Autonummer gefunden hat, hängt ihn an jeden ihrer Sätze an. Antrainierte Höflichkeit, die peinlich ist. Die Frau hinter dem Schalter und ich kennen einander nicht und haben auch kein Interesse an einer persönlichen Bekanntschaft. Trotzdem muss sie so tun, als wäre ihr an mir gelegen. Mir würde genügen, wenn sie die Reparatur des kaputten Autos schnell in die Wege leitete.

Nachgedacht - April / Mai 2019

„En åben dør som ingen kan lukke“ – eine offene Tür, die niemand schließen kann. Der Titel eines Buches, das ich in Dänemark in einer Buchhandlung entdeckt habe.

Auf dem Buchdeckel ist das Bild einer Kirchentür zu sehen, die aus altem, schwerem Holz besteht. Die Tür steht weit offen. Durch diese Türöffnung scheint Licht in einen dunklen Kirchenraum. Es ist ein Buch, das sich mit der modernen dänischen Kirchenkunst beschäftigt. Es zeigt viele Bilder aus Kirchen in ganz Dänemark. Auch wer kein dänisch lesen kann, hat auf diese Weise etwas von dem Buch. Manche neu gestalteten Altäre und Kircheninnenräume gefallen auf den ersten Blick, andere lassen einen zuerst ratlos zurück.

Nachgedacht - Dezember 2018 / Januar 2019

„Und es waren Hirten in derselben Ge­gend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen…“

Was werden die Schafe gesagt haben, als in der nächtlichen Dunkelheit ihrer Weide mit einem Mal die Klarheit des Herrn aufleuchtete? Vermutlich: „Mäh.“ Und das sollte heißen: Wir spüren ganz genau: Etwas Einzigartiges geschieht! Eine Stern-Stunde, wie sie in einem Menschenleben – und in einem Schafleben erst recht – nur einmal vorkommt…

Nachgedacht - Oktober/November 2018

Es ist böse Zeit“, heißt es an einer Stelle im Epheserbrief. Die Diagnose scheint uns in diesen Wochen zu treffen: Zeit, in der die Ungewissheit immer mehr zunimmt. Zeit, in der Leute oft nur noch mit ihresgleichen reden. Zeit, in der Ärger und Wut immer mehr das Wort führen.

„Es ist böse Zeit.“ Aber was kann ich tun? Mancher wehrt ab, was ihn bedrückt, und wird selbst zornig. Andere resignieren und ziehen sich zurück.

Im Epheserbrief wird zu einer besonderen Konsequenz geraten: „Seht sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.“ (Epheser 5,15 f)

Nachgedacht - August/September 2018

Eigentlich wollten wir nur die alte Mühle anschauen. Doch als wir dort eintrafen, gerieten wir mitten in eine Vernissage. Der Galerist sprach mit salbungsvollen Worten über die existenziellen Aussagen der ausgestellten Werke. Der Künstler stünde auch zum Gespräch bereit… Ringsum Besucher mit Sektgläsern in den Händen. Man schaute bedeutungsschwer auf die Gemälde und nickte zu den Ausführungen. Auf allen 14 Bildern – kleine rosa Hasen auf grauem Untergrund. Sie unterschieden sich nur durch ihre Anzahl und hockten mal oben, mal unten auf der Leinwand.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok