Antrag auf Abgabe unseres Gemeindehauses Straße der Nationen 72

Liebe Gemeindemitglieder,

wir möchten euch über eine wichtige Entscheidung des Kirchenvorstands informieren.
Trotz der ausgezeichneten Lage unseres Gemeindehauses in der Straße der Nationen 72, direkt neben dem Hauptgebäude der TU Chemnitz und gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, bei der Landeskirche einen Antrag auf Abgabe des Gebäudes und des Grundstücks zu stellen.

Diese Entscheidung wurde aufgrund folgender Umstände getroffen:

Im Jahr 2014 wurde für sämtliche Gebäude der Kirchgemeinden der sogenannte "Gebäudeleitfaden" eingeführt. Dieser bestimmt ihre Wertigkeit. Das ehemalige Pfarrhaus der Petrikirche wurde lediglich der Kategorie B zugeordnet. Die Gründe hierfür waren die zu geringe Nutzung der Räume durch die Gemeinde und die sehr niedrigen Mieteinnahmen. Dadurch entfiel einerseits die Verpflichtung zur Bildung einer "Substanzerhaltungsrücklage" für das Gebäude, weil dafür die Einnahmen nicht ausreichen. Andererseits ist seitdem das Gebäude auch nicht mehr förderfähig. Die eingesetzten Finanzen dienen lediglich der Durchführung von Verkehrssicherungsmaßnahmen.

Im Jahr 2020 wurde eine Variantenuntersuchung für ein "Haus der Kirche" für den Kirchenbezirk Chemnitz durchgeführt, bei der auch unser Grundstück und Gebäude einbezogen wurden. Obwohl die Variante “Straße der Nationen 72" die meisten Vorteile bot, konnte sie aufgrund fehlender Mittel von etwa 3,5 bis 5 Millionen Euro seitens der Landeskirche nicht umgesetzt werden.

Um das Gebäude sicher weiter betreiben zu können, sind laut Fachleuten mindestens 250.000 Euro für die Erhaltung der Nutzbarkeit erforderlich. Eine mögliche Lösung zur Kostendeckung wäre die kostendeckende (und damit sicher teure) Vermietung des Gebäudes nach erfolgter Reparatur. Leider sind wir aufgrund unserer finanziellen Situation nicht in der Lage, eine derartige Summe aufzubringen. Auch erhalten wir deshalb als Gemeinde keinen Kredit für einen so hohen Betrag.

Daher haben wir beschlossen (und uns den Beschluss nicht leicht gemacht!), das Grundstück und das Gebäude vorzugsweise im Rahmen eines Erbbaupachtvertrags abzugeben. Sollte dies nicht möglich sein, erwägen wir einen Verkauf. In diesem Prozess werden wir vom Grundstücksamt der Landeskirche beraten und unterstützt.Wir werden euch über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten und stehen für Fragen gerne zur Verfügung.

Stefan Schulze, Vors. d. Kirchenvorstandes


Foto: S. Schulze

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