Bauvorhaben an unseren Kirchen

„Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern“, sagt Jesus im Lukasevangelium (Lukas 12,48). 

Uns ist mit unseren beiden Kirchen viel gegeben: zwei wunderbare Räume für unsere Gottesdienste; Orte für Musik, die bei uns in reichem Maße erklingt (auch, weil in beiden Kirchen kostbare Orgeln stehen); Orte der Begegnung für uns als Gemeinde und mit Menschen, die als Gäste zu uns kommen… Es sind Schätze, die wir da haben! 

Doch von uns wird darum auch viel gefordert: Denn mit den anvertrauten Gütern gilt es sorgsam umzugehen. Dazu gehört, sie baulich instand zu halten. 

In die Erhaltung unserer Kirchen ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder viel investiert worden – an Kraft, Zeit und Geld, v.a. auch an ehrenamtlichem Engagement – weit über jedes „normale Maß“ hinaus! Fragen Sie z.B. einmal Herrn Ficker, wie das mit der Sanierung der Petrikirche war, nachdem sie baupolizeilich geschlossen war, oder die KMD i.R. Reinhold und Schmidt, welche „Großaktionen“ nötig waren, um in den „Baustellen“ Gottesdienste halten oder Konzerte aufführen zu können.

Jedoch ist man mit dem Bauen nie „fertig“, sondern gibt es im kommenden Jahr wieder konkrete Vorhaben, die angegangen werden müssen: 

SCHLOSSKIRCHE

Hier ist die Sanierung der West- (=unteren Turm-) Fassade und der Nordost- und Ost-(= Chor-) Fassade vorgesehen. 

Die Sanierung der Westfassade ist am dringendsten, weil dort auch stark die Frage der Wegesicherheit berührt wird. Die Nordost- und Ostfassade sind ebenfalls in schlechtem Zustand. Mit bloßem Auge und als Laie sieht man von den Schäden relativ wenig. Befahrungen durch den Architekten haben jedoch ihr enormes Ausmaß deutlich gemacht. Die Bauausführung beider Bauabschnitte soll im kommenden Jahr parallel erfolgen.  

PETRIKIRCHE

An der St. Petrikirche ist der Unterbau der Stufen am Haupteingang völlig kaputt. Dadurch bilden sich zwischen den Treppenstufen große, gefährliche Spalten. Nach den Voruntersuchungen wurden sie provisorisch wieder „zurechtgerückt“, doch dies hält nur für kurze Zeit. Auch hier soll die Bauausführung im kommenden Jahr erfolgen. Vorher, im Herbst, ist noch die Restaurierung eines Seitenturms vorgesehen, der schwere Wasserschäden aufweist. Diese Arbeit wird von der Denkmalpflege der Stadt Chemnitz gefördert.  

Wie bezahlt man eigentlich solche „Großprojekte“? 

Aus eigenen Kräften könnten wir das nicht! Nachdem vor zwei Jahren die Nordfassade mit großzügiger Förderung durch Bund, Land und Landeskirche saniert werden konnte, haben wir für die genannten Bauvorhaben erneut Zusagen bekommen für wiederum großzügige Förderungen aus sogenannten„PMO-Mitteln“ (Gelder, die Parteien und Massenorganisationen der DDR auf Konten im Ausland deponiert hatten, die jetzt nach und nach entdeckt werden) und aus Denkmalschutzmitteln des Bundes und des Landes. 

Etwa 870.000 € erhalten wir insgesamt. Dazu kommen noch beträchtliche Gelder von der sächsischen Landeskirche, um die für die erstgenannten Fördermittel notwendig zu erbringenden Eigenmittel aufbringen zu können. Dafür dürfen wir von Herzen dankbar sein! 

Doch für letztere sind wieder auch Eigenmittel nötig, die wir als Gemeinde zusammentragen müssen. Sie sind – verglichen mit den uns „geschenkten“ Summen – relativ niedrig: Etwa 30.000 € gilt es zu sammeln. (Gegebenenfalls mehr, weil die Preise für Handwerkerleistungen und Baustoffe derzeit rasant in die Höhe schnellen.) 

Zunächst 4.000 € für die Fassade der Schloßkirche soll die Ausgangskollekte erbringen. Dankbar sind wir auch für Einzelspenden! Demnächst wird es Übersichtspläne geben, aus denen man „seinen“ Stein oder sogar „seine“ Figur auswählen kann, für die der gespendete Geldbetrag sein soll. Bitte helfen Sie mit! Denn – auch Ihnen als Gemeindeglied sind unsre Kirchen anvertraut! 

Gabriele Führer

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