Freu dich, denn dies wird ein Ende haben.

Frieden soll sich ausbreiten wie ein Strom - auch durch mich.

Gott spricht: Ich will dich trösten, wie eine Mutter tröstet.

Nachgedacht - Februar / März 2020

Ein kalter Wind weht über den Strand von St. Peter-Ording. Meine Familie und ich sind über den Jahreswechsel in Nordfriesland. Einen Strandspaziergang im Winter wollen wir unternehmen – im Sommer kann das schließlich jeder.

So sind wir auf dem Strand unterwegs, den von Ferne, im Dunst schwer auszumachen, der Leuchtturm von Westerheversand grüßt. Trotz der Kälte sind wir nicht allein. Viele Menschen sind wie wir unterwegs. Alle sind dick eingepackt in warme Jacken. Möwen kreisen über uns. Vielleicht sind sie auf Beute aus und lauern auf unvorsichtige Strandbesucher, denen sie Essbares im Sturzflug aus der Hand reißen können.

In unsere Jacken warm eingepackt, gehen wir langsam weiter über den Strand. Kitesurfer gleiten in ihren dünnen Neoprenanzügen mit ihren Brettern, von Schirmen gezogen, über die Nordsee. Ich schaue ihnen zu und mich friert. Mir fällt ein, was ich kurz vorher gelesen habe: „Sie (eine tüchtige Hausfrau) fürchtet für die ihren nicht den Schnee; denn ihr ganzes Haus hat wollene Kleider“ (Spr. 31, 21)

Eine tüchtige Hausfrau, einen tüchtigen Hausmann kannte man damals ja nicht, hat immer warme Kleidung parat. Damit niemand aus der Familie frieren muss. Schön, dass wir dazu warme Stuben haben. Und dass nach dem Winter mit dem kalten Wind der Frühling mit seiner Wärme kommen wird. Bei den Gedanken daran friere ich weniger. Aber jetzt haben wir noch Winter.

Viele der Menschen, die uns am Strand begegnen, haben ein Lächeln um die Lippen. Die Kälte genießen und dabei zu wissen, dass wir wieder in warme Häuser zurückkehren können. Anders als manch andere, die die Kälte aushalten müssen und nicht in eigene warme Stuben zurückkehren können.

Auch mancher Person, die uns in der Bibel begegnet, ist es so ergangen. So hat Paulus berichtet, dass er auf seinen Reisen auch Frost erlitten hat (2. Kor. 11, 27). Dass die Kälte des Winters von Gott kommt, ist dann bestimmt nur ein kleiner Trost. Dass dann wieder Frühling wird, diese schöne Jahreszeit, gibt Hoffnung auf Wärme. Wärme, die ja auch von Gott kommt. Ein kalter Wind weht über den Strand von St. Peter-Ording. Ich spüre dennoch einen Hauch der kommenden Wärme.

Stefan Hirschberg  

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