Schwesterkirchgemeinden in einer neuen Region

Ab 1. Januar 2020 werden wir als fünf Gemeinden in der „Region Mitte“ miteinander verbunden sein – die St. Andreas-, St. Markus-, Trinitatis-, St. Jakobi-Kreuz- und die St. Petri-Schloß-Kirchgemeinde.

In der DDR gab es einen Witz: „Ist die Sowjetunion unser Bruder oder unser Freund?“ Antwort: „Unser Bruder. Freunde kann man sich aussuchen.“

Wie ist das mit uns fünf Gemeinden, die wir bald in einer Region näher zusammenrücken? „Ausgesucht“ haben wir uns die mit der Strukturreform verordneten Regionen nur bedingt: Die räumliche Nähe und die Zahl der Gemeindeglieder, die 2040 noch 5.000 ergeben muss, gaben v.a. den Ausschlag für das Zusammengehen. Immerhin aber auch, dass wir in unseren Gemeinden in und nahe der Innenstadt von Chemnitz in vielem ähnliche Profile haben. Sind wir also – wie es der Name schon sagt – eher „Schwestern“ als „Freunde“?

Sicher – Freunde kann man sich aussuchen. Gemeinsame Interessen und Erfahrungen, gegenseitige Sympathie, dass die „Chemie stimmt“… bringen Freundschaften auf den Weg. Wenn sie gut und tragfähig sind, wachsen das gegenseitige Vertrauen, die Zuneigung zueinander – auch wenn man um die „Macken“ des jeweils anderen weiß. Manchmal haben sie aber auch ihre Zeit.

Geschwister kann man sich nicht aussuchen. Gerade in der Kindheit gibt es oft auch viel Streit, weil die Kinder verschieden sind, unterschiedliche Bedürfnisse haben, manchmal neidisch oder eifersüchtig sind…

Später – wenn sie erwachsen werden – verändert sich das: Da sind die Geschwister die, mit denen wir unsere frühesten Erfahrungen teilen. Und sie sind da und zur Stelle, wenn wir sie brauchen - einfach, weil wir „von Geburts wegen“ zusammengehören.

Wenn es gut läuft, werden uns Geschwister zugleich auch zu guten Freunden, auf die wir uns in jedem Falle verlassen können. 

Das darf unsere Hoffnung und unser Gebet sein, dass wir fünf Gemeinden in unserer „Region Mitte“ einander gute, verlässliche Geschwister und Freunde werden, zwischen denen das Vertrauen je mehr und mehr wächst, die füreinander da sind und die miteinander tun, wofür wir beauftragt sind: den Menschen das Evangelium von Jesus Christus weiterzusagen und es mit ihnen zu leben.

Gabriele Führer

Den Beginn unseres Schwesterkirchverhältnisses feiern wir mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag, dem 26. Januar 2020, in der St. Markuskirche (Beginn: 10:00 Uhr). Die musikalischen Gruppen der Gemeinden werden ihn mit festlicher Musik bereichern.

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