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Konzerte und musikalische Veranstaltungen

in der Schloßkirche und St. Petrikirche Chemnitz.

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„Monumental und tiefgründig“- Interview mit KMD Petri zum bevorstehenden Festkonzert am 21. Oktober 2018

Am 21. Oktober 2018 findet das Festkonzert zum Jubiläum „875 Jahre Chemnitz“ in der St. Petrikirche zu Chemnitz statt. Besonders daran sind die Werke die aufgeführt werden und deren Bezug zu Chemnitz.

In gespannter Erwartung auf das Konzert fand hierzu am 14.09.2018 ein schriftliches Interview mit KMD Siegfried Petri statt, der das Konzert musikalisch leiten wird.

 

 

 

 

 

Wie kam es, dass genau dieses Werk aufgeführt werden soll?

Wenn Chemnitz sein Jubiläum "875 Jahre" feiert, dann muss auch die Kirchenmusik mit einem gewichtigen Beitrag dabei sein. Zu Chemnitz gehört seit Jahrhunderten eine lebendige Kirchenmusikpflege. Seit Jahren versuche ich auf das hier entstandene Kulturgut hinzuweisen.

Durch die Suche in den Archiven der Kirchgemeinde bin ich erfreulicherweise fündig geworden. Obwohl durch Kriegsschäden sehr viel verlorengegangen ist, ist noch ein erheblicher Bestand von Kompositionen von Ewald Siegert und Paul Geilsdorf erhalten. Da lag es nahe, den Siegert-Psalm - vermutlich sein bedeutendstes Werk - wieder zum Klingen zu bringen.

 

Was macht dieses Werk so besonders, auch in Bezug auf Chemnitz?

Max Reger hat seine großartige Vertonung des 100. Psalms 1910 in der Chemnitzer Lukaskirche uraufgeführt. Ewald Siegert muss von dieser Aufführung so beeindruckt gewesen sein, dass er selber ans Werk ging und so wurde seine Vertonung 1912 mit der Städtischen Kapelle in der St. Petrikirche uraufgeführt.

Das Werk nützt die opulenten Möglichkeiten des großen Orchesters und der Orgel in Verbindung mit dem Chor und einem Bariton-Solisten. Dabei ist die Umsetzung nie Selbstzweck, sondern orientiert sich unmittelbar an dem Text des Lobpsalms.

 

Die Kantorei darf sehr gutes Notenmaterial dieses Werks in den Händen halten. Was war dafür notwendig?

Die Komposition lag in handschriftlichen Exemplaren vor. So war es notwendig, die finanziellen Mittel für den Notendruck abzusichern und einen Verlag zu finden, der sich dieser aufwändigen Arbeit stellt. Übrigens ein Prozess, der rund vier Jahre gedauert hat. Die Stiftung der St.-Petri-Schloß-Kirchgemeinde, die Stadt Chemnitz und die Landeskirche haben das Projekt ermöglicht.

Um die Kosten niedrig zu halten, konnte die Digitalisierung der Manuskripte durch Unterstützung der TU Chemnitz erfolgen. Das war die Voraussetzung für den Notendruck. Jetzt steht das fertige Material, gedruckt vom ortus musikverlag Berlin, zur Verfügung.

 

Beschreiben Sie das Werk mit vier prägnanten Begriffen.

monumental - expressiv - farbenreich - tiefgründig

 

Welche Stilrichtung erwartet den Zuhörer?

Als Schüler von Max Reger steht Siegert in der spätromantischen Nachfolge. Manchmal meint man Anklänge an Bruckner oder Brahms zu hören.

Die stärkste Prägung geht aber von Max Reger aus - wie er, reizt Siegert die Möglichkeiten der Harmonien/Akkordfolgen in besonderem Maße aus.

 


Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse an dem Konzert wecken konnten. Sehr freuen würden wir uns, Sie als Zuhörer begrüßen zu dürfen.

Unterstützen Sie bitte die Umsetzung dieses wichtigen kulturellen Vorhabens und machen Sie gerne Werbung für das Konzert oder weisen Freunde und Bekannte auf diesen Beitrag hin.

Vielen Dank dafür.

Details zum Konzert finden Sie hier: Link

 


Das Interview wurde von Jan Brandenburger geführt, der Sänger der Kantorei ist. Die Bilder wurden fotografiert von Jan Brandenburger. Der Inhalt des Beitrags stellt ausschließlich die Meinung von Siegfried Petri dar und muss nicht zwingend mit der Meinung des Seitenbetreibers übereinstimmen.

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